Napaliküste  
  Gedichte, Verse, Texte, Aphorismen über Hula  
 

"Der Hula ist Hawai'i. Der Hula ist die Vergangenheit unseres Landes. Der Hula ist eine Geschichte für sich selbst, wenn er richtig gemacht ist und für mich ist der Hula der Urgrund des Lebens. Er bringt uns bei, wie man lebt, wie man ist und er ist die Fähigkeit seine eigenen Gefühle zu erschaffen und nicht die eines Anderen."

-George Na'ope-

"Hula ist die Kunst des hawaiianischen Tanzes der all das ausdrückt was wir sehen, hören, riechen, schmecken, berühren und fühlen."
"Durch den Hula sind wir mit einem großartigen Erbe ausgestattet."

-Maiki Aiu-

"Als Tänzer malst du ein Bild. Durch deine Bewegungen stellst du unsere überlieferte Geschichte dar."

-Cecilia Kawaiokawa'awa'a Akini-

"Hula bringt dir alles über das Leben bei. Es lehrt dich über die Natur, über Respekt und über Gott."

-Kamalei Sataraka-

 
 



Abends tanzten die Mädchen Hula


… Am Sonnabend Nachmittag legen die Mädchen allen Staat an, den sie besitzen - feine Gewänder aus schwarzer Seide, fließende rote, die einem fast die Augen blenden, andere so weiß wie Schnee, wieder andere, die den Regenbogen in den Schatten stellen; und sie tragen das Haar in Netzen und sie schmücken ihre flotten Hüte mit frischen Blumen und umhängen ihre braunen Hälse mit selbst gemachten Ketten aus den knallroten Blüten der Ohia; und sie füllen mit ihrer strahlenden Erscheinung die Märkte und umliegenden Straßen und riechen mit ihrem aufdringlichen Kokosnussöl wie eine brennende Lumpenfabrik. Am Abend wurde gefeiert, und die Mädchen tanzten den lasziven Hula-Hula - einen Tanz, von dem es heißt, dass er die größte Vollendung geschulter Bewegungen von Bein und Arm, Kopf und Körper und die exakteste Harmonie von Rhythmus und Bewegung darstelle.

Getanzt wurde er von im Kreis aufgestellten, nicht nennenswert bekleideten Mädchen, in einer endlosen Vielfalt von Bewegungen und Figuren, ohne Souffleuse, und doch bewegten sie sich so genau im Takt und mit so vollkommener Übereinstimmung, dass, wenn sie in gerader Reihe standen, Hände, Arme, Körper, Beine und Köpfe sich bogen und renkten und schwankten und wiegten und wogten und wirbelten und sich verdrehten und verrenkten, als gehörten sie einem einzigen Wesen, und es schwer fiel, nicht zu glauben, dass sie von irgendeinem wunderbaren Mechanismus gemeinsam angetrieben wurden. ...

Samuel Langhorne Clemens (Mark Twain)
1866