Napaliküste  
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Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge.
Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert, Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele.
Tanz ist Verwandlung des Raumes, der Zeit, des Menschen, der dauernd Gefahr ist zu zerfallen, ganz Hirn, Wille oder Gefühl
zu werden.
Der Tanz dagegen fordert den ganzen Menschen, der in seiner Mitte verankert ist, der nicht besessen ist von der Begehrlichkeit nach Menschen und Dingen und von der Dämonie der Verlassenheit im eigenen Ich.
Der Tanz fordert den befreiten, den schwingenden Menschen, im Gleichgewicht aller Kräfte.
Ich lobe den Tanz.
O Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Enge
l
im Himmel mit dir nichts anzufangen!
Augustinus
352
 
 



Abends tanzten die Mädchen Hula


… Am Sonnabend Nachmittag legen die Mädchen allen Staat an, den sie besitzen - feine Gewänder aus schwarzer Seide, fließende rote, die einem fast die Augen blenden, andere so weiß wie Schnee, wieder andere, die den Regenbogen in den Schatten stellen; und sie tragen das Haar in Netzen und sie schmücken ihre flotten Hüte mit frischen Blumen und umhängen ihre braunen Hälse mit selbst gemachten Ketten aus den knallroten Blüten der Ohia; und sie füllen mit ihrer strahlenden Erscheinung die Märkte und umliegenden Straßen und riechen mit ihrem aufdringlichen Kokosnussöl wie eine brennende Lumpenfabrik. Am Abend wurde gefeiert, und die Mädchen tanzten den lasziven Hula-Hula - einen Tanz, von dem es heißt, dass er die größte Vollendung geschulter Bewegungen von Bein und Arm, Kopf und Körper und die exakteste Harmonie von Rhythmus und Bewegung darstelle.

Getanzt wurde er von im Kreis aufgestellten, nicht nennenswert bekleideten Mädchen, in einer endlosen Vielfalt von Bewegungen und Figuren, ohne Souffleuse, und doch bewegten sie sich so genau im Takt und mit so vollkommener Übereinstimmung, dass, wenn sie in gerader Reihe standen, Hände, Arme, Körper, Beine und Köpfe sich bogen und renkten und schwankten und wiegten und wogten und wirbelten und sich verdrehten und verrenkten, als gehörten sie einem einzigen Wesen, und es schwer fiel, nicht zu glauben, dass sie von irgendeinem wunderbaren Mechanismus gemeinsam angetrieben wurden. ...

Samuel Langhorne Clemens (Mark Twain)
1866

























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